Der letzte Tag unserer (West-)Pyrenäen-Reise geht zu Ende. Das Highlight war zum zweiten Mal (nach dem Viadukt von Millau) architektonischer Art, nämlich der 1928 eingeweihte und 1970 stillgelegte Hochgebirgs-Bahnhof von Canfranc.
Die geplante (kurze) Tagesstrecke von ca.200 km ließ Zeit für Kultur. Schon während der Reisevorbereitung fiel mir der o.g. ca. 50 km nördlich von Jaca gelegene Bahnhof auf. Er soll zur Zeit seiner Eröffnung 1928 der zweitgrößte Bahnhof der Welt gewesen sein, nach dem Leipziger Hauptbahnhof übrigens.
Der Canfranc Bahnhof war der Höhepunkt der zuvor gebauten Bahnverbindung zwischen Frankreich und Spanien über die Pyrenäen. Nachdem sich 1970 ein tragisches Zugunglück ereignete, wurde der Betrieb auf französischer Seite eingestellt. Seitdem verwaisen die Gleise und der Bahnhof. Mittlerweile wird der Bahnhof restauriert..
Fasziniert haben mich nicht nur der Geisterbahnhof, sondern auch die verwaisten Gleisanlagen.
Ich finde sowas cool… ![]()
Wir hatten Glück und konnten an einer Führung durch die zum Teil restaurierte Empfangshalle teilnehmen.
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Und hier nochmal von Außen, leider nicht komplett, da wegen der Bauarbeiten ein Großteil des Geländes abgesperrt war.
Dieses Erlebnis war surreal und faszinierend zugleich. Eine Pause war nötig. ![]()
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Ganz zum Schluss gönnten wir uns nochmal eine Auffahrt zu unserem Hausberg, dem in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Col d’Aubisque…
…und belohnten uns zum Abendessen mit einer mobil gebackenen Pizza:
Morgen geht es schon wieder nach Hause. Auf die ca. 25-stündige Autobahnfahrt (20 Stunden im Auto mit Hänger nach Thüringen und 5 Stunden auf dem Motorrad nach Hause) kann ich mich nicht freuen. Neben der Anreise ist dies der einzige Wehrmutstropfen unserer ansonsten überaus geilen Pyrenäentour.