Balkantour 2015 – Tag 3 und 4 – Krakau – Hohe Tatra – Eger–Balaton 31.8. und 1.9.

Noch ein kurzes Update für die Interessierten:

Strecke am 31.8.

Route

Strecke am 1.9.

Karte

Das Problem ist gelöst, ansonsten wäre der Bericht noch nicht erschienen. Logik! Zwinkerndes Smiley

Vorab noch schnell vielen Dank für die Kommentare und die Einträge im Gästebuch, die ich natürlich nicht alle beantworten kann. Ich hab ja zu tun 😉 Aber schreibt ruhig weiter. Ich freue mich!

Gerade sitze ich in Keszthely am Balaton, habe den Bericht von gestern gerettet, will noch schnell den heutigen fertigstellen und kämpfe dabei gegen die Mücken.

Tag 3 brachte die ersten (als solche auch spaßbringend verwertbaren) Kurven unter die Räder. Für mich überraschenderweise nicht in der Hohen Tatra, sondern im ungarischen Bükk-Gebirge, kurz vor (bzw. östlich von) Eger.
2 Grenzen wurden überschritten, immer noch ebenso (angenehm) überraschend unspektakulär. Wären nicht die Hinweisschilder, würde man das Überschreiten der Landesgrenzen in der EU nicht bemerken.
Etwas später als geplant, gegen 18.30 Uhr war ich dann in Eger, nach gut 30 Jahren wieder einmal. Eigenartig schönes Gefühl. Schnell das Zelt aufgebaut und ab in die Stadt. Das Abendessen war eine Überraschung. Nicht die Qualität, die war wenig überraschend sehr gut. Ich habe für einen riesen Burger (nein nicht Mc Donalds…) mit Pommes und einem halben Liter Bier in einem zentral gelegenen Restaurant knapp 3,50 € bezahlt. Allerdings brauchte ich etwas Zeit, um das auszurechnen. Der Umtauschkurs von knapp 300 Forint für 1 € ist gewöhnungsbedürftig. Der war früher (1985) mal  7 zu 1…;-)

Genug geredet, hier die Fotos vom 31.8.:

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o.Kommentar

Verschiedene Perspektiven auf den Hochgebirgsteil der Hohen Tatra von Osten kommend:

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Mittagsrast in der Nähe von Velky Slawkov, wo wir (Susi, Sophie, Eric und ich) 1992? unseren ersten Wintersportfamilienurlaub verbrachten

 

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o. Kommentar

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Ohne Fleiß kein Preis. Um in den erwähnten Kurven-Genuss des Bükk-Gebirges zu kommen, mussten knapp 10 km dieser Nebenstrecke überwunden werden.

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Dann aber… Smiley

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Kurze Rast im Bükk-Gebirge, welches als eine der größten zusammenhängenden Buchenwaldflächen Europas gilt. – Bükk heißt übrigens Buche, nur so am Rande zum Angeben…

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Die Basilika in Eger. Zu Hause gibt es hiervon ein 1985 selbstausgelöstes Foto mit Susi und mir im Vordergrund…:-)

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Marktplatz mit Istvan-Dobo-Denkmal im Vorder- sowie Burg mit Baukran im Hintergrund

Istvan Dobo ist einer der ungarischen Volkshelden, weil er 1552 die Stadt gegen eine türkische Übermacht erfolgreich verteidige.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: die Türken nahmen halt erst mal den Rest des Landes ein und kamen 40 Jahre später wieder. Ob es daran lag, das der Dobo Istvan (die Ungarn nennen wie die Bayern übrigens immer zuerst den Nachnamen) nicht mehr lebte, ist  irrelevant. Jedenfalls besetzten die Türken nun auch Eger.
Die gut 150 jährige türkische Besetzung ist – wie mir berichtet wurde – wohl das größte Volkstrauma der Magyaren. Aber genug erst mal dazu…

…bis auf das folgende Foto. Das Minarett in Eger ist „das nördlichste osmanische Bauwerk“ (Wikipedia):

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Ist schon ein wenig skurril

So, Schluss für heute. Es ist schon halb 8, ich bin noch nicht gewaschen und das Zelt steht noch nicht, so wird das nie was! Grins;-)

Nun “noch schnell” ein paar Fotos und Bemerkungen zum 1.9.

Eigentlich habe ich mich – gegen 16 Uhr am Balaton angekommen – entschieden, bis Pecs weiter zu fahren. Mit der Ankunft war laut Navi 19.30 Uhr zu rechnen, also recht spät.
Als ich jedoch so den Balaton entlang fuhr und linker Hand das silbrig schimmernde Wasser lockte, entschied ich mich für eine Übernachtung am Strand. Bei über 30 Grad und das technische Problem im Nacken war das eine richtig gute Entscheidung.

Hier der Bericht:

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Hinweis im Matra Gebirge, dem höchsten Gebirge Ungarns, kurz nach dem Start in Eger. Die Straße war wie vom Plakat versprochen richtig geil Zwinkerndes Smiley

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Mein erstes Meleg Szendvics (heißes Sandwich) – Susi weiß Bescheid Zwinkerndes Smiley – zum Frühstück (musste ins Matra Gebirge verlegt werden , weil auf de Campingplatz nicht angeboten, das Frühstück, nicht das Sandwich)

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Blick in die Tiefebene …

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…welche auch gleich gut 10 km westlich des Matra Gebirges ihrem Namen alle Ehre macht

An dieser Stelle wieder etwas Angeberei meinerseits. Ich hatte mich mal vor laaanger Zeit etwas mit der ungarischen Sprache beschäftig. Hier also ein paar Auszüge meines Wissens Zwinkerndes Smiley

Thema Ortsnamen:

 

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Wer kommt auf solche Namen? Ausgesprochen wird dieses Wortungetüm etwa so:

“Djöndjösch Scheujmosch” Ich habe das Wort bewusst geteilt, da Solymos ein Vorort von Gyöngyös ist. Merke: “s” immer wie “sch”, “gy” immer wie “dj”, “ly” immer wie “j”

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Oder Hatvan, eine größere Stadt östlich von Budapest. Hatvan heißt auf ungarisch 60, in Worten “Sechzig”. Wer nennt eine Stadt “Sechzig”? Übrigens wird das A ohne Strich nicht wie ein deutsches A gesprochen, sondern eher fast wie ein O. Aber eben nur fast, weil für das richtige O gibt es noch ein richtiges O. Immerhin wird aber das A mit Srich drüber wie ein deutsches A gesprochen. Alles klar?

Gödöllö als Name ist zu banal, um hier analysiert zu werden!

Was nützt einem dieses Wissen? Keine Ahnung Zwinkerndes Smiley

Genug damit und schnell noch ein paar Fotos

Überraschenderweise führte mich das Navi doch ein Stück durch Budapest, obwohl ich das vermeiden wollte, um schneller in den Süden zu kommen. Die Chance habe ich gleich für eine Instant-Stadtbesichtigung genutzt.

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Das Szechenyi-Bad im Stadtwäldchen (varosliget), wohl eines der schönsten in Budapest

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Kati am Heldenplatz mit dem Millenniumsdenkmal. Oben auf der Säule steht der Erzengel Gabriel, der der Sage nach dem Pabst im Traum etwas von einer ungarischen Königskrone erzählt haben soll. Einer von den 7 Reitern am Fuße ist übrigens der Fürst Arpad. Er war 1000 Jahre vor der Millenniumsfeier 1896 , also um 890 Hauptverantwortlicher für die ungarische Landnahme. Seitdem gibt es offiziell Ungarn. Was ich nicht alles weiß… Zwinkerndes Smiley

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Hierzu sag ich mal nischt

 

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Da hinten ist der Balaton

Der ADAC Campingführer hat mir diesen Platz empfohlen:

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Der freundliche Rezeptionist bestätigte meine Vermutung, dass textilbekleidete Mitmenschen hier nicht geduldet sind.

Ich habe vor kurzem eine Reportage zum Thema FKK gesehen. Hauptaussage war, dass es massive Probleme mit dem Nachwuchs gibt. Der Altersdurchschnitt ist wohl in Deutschland jenseits der 60. Meine Phantasie präsentierte mir blitzschnell die zugehörigen Bilder. Nichts wie weg…

Nun bin ich also in Keszthely, eine gute Wahl:

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Übrigens, sagt bloß nicht Keschtelie. Erstens wird das ungarische “sz” wie das deutsche “ß”, bzw. “doppele s” gesprochen und zweitens das “ly” wie unser “j”, letzteres erwähnte ich bereits. Alles in allem also Kesstei.

Nun reicht’s selbst mir Smiley

Respekt, wenn Du bis hierher gelesen hast.Kannst Dich mit dem Codewort “Superfreund” nach meinem Urlaub für eine extra Portion Zuneigung an mich wenden.

Bildergallerie:

12 thoughts on “Balkantour 2015 – Tag 3 und 4 – Krakau – Hohe Tatra – Eger–Balaton 31.8. und 1.9.

  1. Christian

    Typ ey,
    wiedermal lustig und wiedermal tolle Bilder (die Säule find ich am besten, die hat nen schönen Gegenlichteffekt von ner Straßenlampe(?)). UNd natürlich die Aktion mit dem FKK, danke für’s Kopf-Kino, ich kann heut bestimmt nicht schlafen..

    Gute Fahrt weiterhin und danke für die Schreibarbeit.
    VG C.

  2. Thomas Richter

    Hallo Sanno!

    Einfach Super
    Auswertung beim Essen
    Bist natürlich eingeladen

    LG Thomas

  3. Josi

    Meine Kommentare verschwinden immer auf den Weg zu dir. Falls dieser doch mal stehen bleiben sollte; wünsche ich dir weiterhin alles Gute und: hier ist es auch schön… ;-).

  4. Frank

    Moin, Moin …. dachte schon ich bin der Einzige mit der Übertragung meiner Kommentare? Der Fkk Campingplatz wäre doch eine Bereicherung gewesen, du als Jüngling ?! unter der älteren Generation. Das Grinsen hättest du dann lassen müssen.
    Viel Spaß

  5. Ralf

    Hi, wußte erst gar nicht wer mir eine Mail sendet, war erst skeptisch, dann aber zu neugirig. Danke für die Aufnahme in Deinen Mailverteiler.
    Super, dass Du andere an Deiner Reise teilhaben läßt. NEID, NEID!
    Mach so weiter und gute Reise. Ralf
    PS. Habe die Mail an Bi weitergeleitet. punktwerbun@t-online.de

  6. Ralf

    FKK ….. welche Bilder gingen Dir durch den Kopf?
    So jung bist Du auch nicht mehr, stell dich mal vor den Spiegel. hihihhiiiii 🙂

    • franksanno

      Das ist was ganz anderes ;-))

  7. Bi

    Hallo Alleinreisender, der Neid der zu Hause gebliebenen
    verfolgt dich in jeder Kurve….merkste?
    Du hast ja richtig Spaß dabei, das sieht und liest man und
    ich habe alles gelesen `.-) also = Du hast alles richtig gemacht!
    Erlebe deine Ausfahrt mit jeder einzelnen Faser, speichere was du kannst
    und wenn du wieder nach Hause kommst, musst du noch einmal berichten.

    Pass auf dich auf, liebe Grüße aus NB von Bi & Co

    • franksanno

      Gerne 🙂

  8. Axel Löffler

    Hallo Frank, bisher hast du dir eine schöne Tour zusammenbestellt und nimmst dir auch noch Zeit Bilder und Bericht zu machen. Ich werde dich weiter per Internet begleiten. Lieben Gruß Axel

  9. Bernd

    Na Bikerheld mit deutlich überbewerteten ungarischen Sprachschätzen,
    schön das Du erkannt hast endlich aufzuhören mit Deinem „UNGARISCH für Arme“ zu posen! Aber sonst bisher wohl eine tolle Reise. Wie verträgst Du Dich eigentlich mit Dir und kannst Du Dich noch leiden? Über die Unartigkeiten mancher WOWA-Besitzer und Dein neues Feindbild unterhalten wir uns noch, auch beim Essen, aber Du zahlst! Trotzdem weiterhin gute Reise und immer nur guten Asphalt unterm Reifen!
    Bernd

  10. Andreas

    Habe alles gelesen, alter Angeber 😉

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