Bevor wir in die Geschichte Korsikas eintauchen, hier ein paar Eindrücke aus der realexistierenden Gegenwart.
Camping Impressionen
Von unserem Frühstücksbuffet sind es 100m zum Strand
Heute hatten wir endlich die Begegnung mit dem korsischen Nationalhelden Nummer 1.
[Schlaubackenalarm Start]
Nein nicht Napoleon Bonaparte. Der wurde nur auf Korsika geboren (1769 in Ajaccio), war dann aber überwiegend mit anderen Dingen beschäftigt, als sich um seine Insel kümmern zu können.
Der wahre Held der Korsen ist Pascal Paoli. Korsika war in ihrer langen Geschichte gerade mal 14 Jahre unabhängig. 1755 drängten sie die Genueser von ihrer Insel und gründeten einen eigenen Staat mit der damals modernsten Verfassung. George Washington ließ sogar Elemente in die USA Verfassung einfließen.
Tja, und der Pascal hatte den Hut auf. Er war der Führer der Unabhängigkeit und blieb es, bis die Franzosen 1769 die Insel übernahmen.
[Schlaubackenalarm Ende]
Nun aber schnell die Fotos. Kai wird gleich munter (es ist schon 7 Uhr am 9.6.), und der will dann auch gleich ins Meer steigen und danach frühstücken. Da muss ich immer mit…
Auf dem Weg nach Corte, der heimlichen Hauptstadt der Korsen (Paoli hatte sie damals während der Unabhängigkeit zur Hauptstadt erklärt):
Und hier stehe ich neben meinem Idol (Frank und Pascal gemeinsam in Corte):
Und als hätte er immer noch etwas Groll auf die Besatzung, bescherte er uns unmittelbar während des Besuchs ein kleines Gewitter.
Die Durchfahrt des (eigentlich traumhaften) Restonica Tals war dann wetterbedingt auch nicht unbedingt das Highlight des Tages.
Am Ausgang des Restonica Tals mit Blick auf Corte
Aber Paolis Groll war schnell vorbei und die Sonne hatte uns wieder.
Der Höhepunkt des Tages war der Besuch der Kirche in Castifao. Während der französischen Revolution wurde es eng mit den Grabstätten auf dem Friedhof. So beschloss man damals, die Toten in der Kirche zu begraben. Schaurig schön aus heutiger Sicht.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Rückfahrt zum Campingplatz. Dreieinhalb Stunden brauchten wir auf den zum Teil recht engen Gebirgssträßchen für 120 km. Die Tourenplanung hat hier andere Regeln.
Typische Fahrbahnbegrenzung auf Korsika.
Die sind neu für uns auf der Straße (die Kastanienwälder verführen die halbwilden Schweine mit leckerer Nahrung):
Die Rücktour führte uns auch durch den Geburtsort Pascal Paolis. Selbst mit den mittlerweile zweisprachigen Ortsschildern (französisch und korsisch) können sich die widerständigen Korsen nicht abfinden, zumindest nicht hier:
Der korsische Widerstand lebt. Aber alles in allem hält sich für uns Touristen die Gefahr in Grenzen. Bislang… ![]()






































