Ich hatte es ja angekündigt, dieses mal bleibt weniger Zeit für den Reisebericht. Gründe sind vor allem:
- strammes Programm
- Bruder-Bruder-Kommunikation, wir müssen ja auch mal reden
Wir haben den Plan kurzfristig geändert. In der jetzigen Geschwindigkeit schaffen wir es nicht rechtzeitig nach Hause. Das Kulturprogramm ist zu umfangreich
Um nun unser fahrerisches Highlight (Transalpina und Transfagarasan in den Karpaten) nicht zu gefährden, haben wir einige andere gestrichen. Da wir ja Urlaub haben und so oder so auf dem Motorrad sitzen, ist alles bestens ![]()
Nun essen wir gerade zu Abend im Motel “West” in Blagoewgrad/Bulgarien. Nach der Meteora-Klostertour in Griechenland ging es heute via Mazedonien nach Bulgarien.
Hier die kurze Zusammenfassung:
Zunächst Impressionen der Fährfahrt:
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lecker Abendessen neben unserem Schlafplatz auf der Fähre. Übernachtet wurde wie üblich auf Isomatte im Schlafsack auf dem Deck des Schiffes. Um die Folie wurden wir wegen der leicht haftenden Tischoberfläche sehr beneidet (Abdeckfolie aus dem Baumarkt ist Standardausrüstung, eigentlich als Zeltunterlage gegen die Feuchtigkeit, hier aber ein sehr effektiver Hygieneschutz)
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Rechts Korfu (Griechenland) links Albanien
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Interessantes Naturschauspiel entlang der Grenze Albanien-Griechenland
Unser erstes Ziel, die Stadt Kalambaka, liegt etwa 200 km östlich von Igoumenitsa.
Hier die gefahrene Strecke:
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etwa 20 km von Igoumenitsa entfernt bietet sich beste Landschaft zum Motorradfahren.
Leider ist der Straßenbelag überall in Griechenland sehr glatt. Spaßbringende Schräglagen sind nahezu unmöglich. Deshalb unser Fazit: Zum sportlichen Motorradfahren ist Griechenland eher nicht geeignet.
Aber nun sind wir schon mal hier ![]()
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Blick Richtung Kalambaka, langsam kommen sie ins Blickfeld…
Irgendwie überirdisch: die Meteora Klöster. Mangels Zeit verweise ich auf Wikipedia.
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links auf der Felsnadel das Kloster Agia Triada, am aufwendigsten zu besteigen und deshalb wegen der erträglicheren Besucherzahlen sehr für einen Besuch zu empfehlen
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Kontemplation pur: Motorräder mit Koster in Abendsonne (Kloster Varlaam im Hintergrund)
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im Hintergrund das Nonnenkloster Rousanou
Am nächsten Morgen (Dienstag, 5.9., Happy Birthday Katja und Micha
) wurde das Kloster Agia Triada bestiegen und besichtigt:
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Hinter mir geht es gut 100 m steil nach unten, so richtig wohl war mir da oben nicht, aber was tut man nicht alles für das perfekte Foto. Einen Versuch war es immerhin wert ![]()
Roger Moore ist übrigens 1981 “In tödlicher Mission” als 007 auch auf genau diesem Felsen rumgeklettert…
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Auf jedem Klosterfelsen ist auch ein Garten angelegt. Man vergisst, dass man über 100 m auf einem Felsen steht, vor allem aber dass vor gut 700 Jahren Mönche hier hochgeklettert sind und ein Kloster gebaut haben, “nur” um Gott näher zu sein. Menschen machen schon Sachen. Wenn es mal nur solche wären…!
Wieder zurück zum Weltlichen. Übernachtet haben wir am Fuße der Klosterfelsen auf dem Campingplatz Vrachos, welchen Töchterchen Sophie, Freund Bastian und Enkelin Yuna im Juli während ihrer 2 monatigen Balkan-Tour auch genutzt haben. (Pardon Poppy, hab Dich fast vergessen
)
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Kurz vor der Abreise am Mittwoch
Wie gesagt, der Plan wurde geändert. Heute (Mittwoch, 5.9.) ging es durch Mazedonien, Richtung Bulgarien.
Zu Mazedonien gibt es nicht viel zu sagen. Wir haben uns natürlich wenig Zeit gelassen, aber auch bei diversen Recherchen im Vorfeld der Reise werden eigentlich nur die Hauptstadt Skopie und der Ohrid-Seee als lohnenswerte Reiseziele empfohlen. Beide lagen zu weit abseits unserer Route. Als hätten die Mazedonier sich diesem Schicksal ergeben, haben sie die Straßen transitfreundlich gebaut. Es gab kaum Ortsdurchfahrten, welche unser Vorankommen bremsten.
So haben wir es also noch nach Bulgarien geschafft. Und endlich: in Mazedonien schon ab und an gibt es jetzt in Bulgarien besten Asphalt für unsere Reifen ![]()
Wegen mangelnder Motive und Zeit gibt es nur 2 Fotos aus Mazedonien. Der Grenzübergang aus Richtung Griechenland:
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Mazedonischer Grenzposten. Als bekennende Europäer haben Kai und ich mit ihm ein Stück unserer Wurst geteilt. Man weiß ja nie…
Morgen steht der Besuch des Rila-Klosters auf dem Programm, das Mekka jedes DDR-Hardcore-Trampers. Ich war also noch nicht dort ![]()
Die heutige Strecke: