“Das Abenteuer meines Lebens” klingt sicher etwas pathetisch, beschreibt aber unsere Wasserfalleroberung ziemlich gut. Tagesziel heute war Baden unterm Wasserfall “Cascata del Golfarone”. Im Rahmen der Vorbereitung hatten wir zwar vom einigermaßen beschwerlichen Zugang gelesen – manche Google-Rezensenten sprachen von unmöglich – aber das konnte uns nicht abhalten. War sicher übertrieben. Nun ja, wir wurden eines Besseren belehrt. Ich hatte an einer für mich scheinbar unüberwindbaren Stelle ans Aufgeben gedacht…
Auch wenn ich gern etwas überspitze
, heute ist das nicht nötig ![]()
Doch zunächst “ganz normales” Sightseeing. Auf dem Weg zum Wasserfall sahen wir von der Ferne (wieder mal
) eine Burg auf einem Berg, der Weg führte uns zufällig genau über diesen an der Burg vorbei.
Es handelt sich um die Burg Carpineti, deren damalige Besitzerin wieder mal Markgräfin Mathilde von Canossa war. Wie wir erfuhren, ist die Mathilde hier in der Region Emilia-Romagna so etwas wie eine Heilige, vielleicht auch weil sie damals das Zusammentreffen von Heinrich IV und Pabst Georg VII vermittelte.
![]()
![]()
Überall auf dem Burggelände wurden Picknickplätze errichtet. Sehr schönes Areal.
Linker Hand zeigte sich dann ein paar Kilometer weiter der Monte Cimone, mit 2165 m höchster Berg des nördlichen Apennins und damit auch der Emilia-Romagna.
![]()
Leider war die Sicht heute nicht besonders, aber wir haben ihn gesehen ![]()
Nun aber zu unserem Abenteuer. Natürlich geben die paar Fotos nicht die tatsächliche Spannung wieder, an den aufregendsten Stellen haben wir an alles Andere als ans Fotografieren gedacht ![]()
![]()
Der “Parkplatz” am Wasserfall. Hier war alles noch ganz easy und ausschließlich Vorfreude angesagt
![]()
Irgendwie mussten wir durch dieses Flusstal zum Wasserfall – hier noch nicht im Blickfeld – vordringen
![]()
An dieser Stelle wollte ich aufgeben. Kai schaffte es , die Felsen rechts zu bezwingen, ich hatte Schiss
Der Ehrgeiz war aber entfacht
Also Plan B: Ich zog meine Badehose an, ließ die Motorradklamotten auf einem Stein zurück und überquerte den Fluss. Auf der linken Seite schien der “Weg” einfacher. War es auch, obwohl nur mit Badehose bekleidet ohne Schuhe auch eine gewisse Herausforderung ![]()
![]()
![]()
![]()
Hier war dann alle Anstrengung und Angst vergessen ![]()
![]()
Wieder zurück am “Scheideweg” und glücklich , meine Klamotten waren noch da, wer soll hier auch klauen ![]()
Nun noch ein paar Fotos von unserer Kletterpartie. Die echten Freaks werden milde lächeln, aber für uns insbesondere für mich Weichei war das schon eine sehr intensive Herausforderung ![]()
Heute ist der letzter Abend dieser Reise. Wir gönnen uns eine Pizza im benachbarten Casina und feiern damit einen bisher tollen Motorradurlaub und natürlich unser heutiges Heldentum ![]()