Nun haben wir’s geschafft und beide Highlights der Reise unter die Räder genommen. Mittlerweile sind wir am Samstag ein paar Kilometer weiter nordöstlich der Karpaten bei Budapest (Szentendre) zur Übernachtung gelandet.
Wer hat nun gewonnen? Unserer beider Meinung nach knapp die Transfagarasan. Sowohl die (von uns definierten) Punkte für “motorradfahreraffine Straßenführung” also auch “Landschaftseindrücke pro Streckeneinheit” gehen an die Transfagarasan. Die Transalpina unterliegt nur knapp trotz besseren Straßenzustands. Hier hoppelt es selten, während beim Sieger regelmäßig unsere elektronischen Fahrwerkstabilisatoren zum Einsatz kamen. Auch die Scheitelhöhe der Transalpina von knapp 2140 m konnte die Transfagarsan mit ihren knapp 100 m weniger nicht vom Thron stürzen, und der wesentlich leichter über die Lippen gehende Name auch nicht
(Ausgesprochen wird unser Sieger übrigens “Transfagaraschan”, weil das “s” so nen Kringel unten hat…)
Fahrspaß ohne Ende haben beide Straßen gemacht, im wahrsten Wortsinn. Immerhin hat die Transalpina eine Länge von ca. 150 km, und die Transfagarasan windet sich etwa 95 km über die Karpaten. Die Länge, also ununterbrochener Fahrspaß und Freude an der Landschaft auf so großer Distanz, ist die Besonderheit dieser beiden Straßen in Europa. Das haben auch die Alpen nicht zu bieten, dafür natürlich andere schöne Dinge, vor allem die wesentlich kürzere Anfahrt ![]()
Nun aber genug, ich habe ja gar keine Zeit… Hier zunächst das Bildmaterial der Transalpina.
Donnerstag,der 7. 9.
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Aufbruch am Campingplatz “Hercules” bei Băile Herculane (Herkules Bad) am Eisernen Tor. Der Campingplatz ist für einen Transitstopp sehr zu empfehlen. Die Gastfreundschaft des Betreibers wird nur durch den selbstgebrannten Tresterschnaps getoppt ![]()
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Schon kurz nach der Abfahrt kommt Freude auf. Die südöstlichen Karpatenausläufer sind noch “klein aber oho”
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Kindheitserinnerungen, diese Haufen habe ich lange nicht gesehen
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Höhenzug der Karpaten in Sicht, vor der Freude kommt der Fleiß, hier mit einigen Kilometern Langeweile – so sieht es also in der Walachei aus!
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Schon etwas näher an der Transalpina
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Mittagsrast an der Transalpina
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Blick auf den Urdele-Pass, 2140 m hoher Scheitelpunkt der Transalpina
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Die Verkehrsteilnehmer mit der geringsten Schräglage – bedauernswert! ![]()
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Die (längere) Nordseite der Transalpina wirkt durch den Waldbestand wesentlich beschaulicher als der schroffe Süden (bei der Transfagarasan gerade einmal 100 km weiter östlich ist das interessanterweise genau umgekehrt, dort ist der Süden sanfter. Geologen haben dafür bestimmt ‘ne Erklärung…)
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Einen großen See an der Mitte der Strecke als kleine Perle haben natürlich beide Straßen, an der Transalpina ist es der Oasa- (gespr. Oascha) See
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leider nach knapp 150 km “schon” zu Ende ![]()
Der vom letzten Platzbesitzer empfohlene Campingplatz “Ananas” bei Sibiu (Hermannstadt) ist schnell erreicht
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Blick aus dem Zelt – rechts oben eine der vielen Kirchenburgen Transsilvaniens
Nun unterbreche ich hier die Berichterstattung, es gibt gleich Frühstück. Dann geht es weiter Richtung Heimat. Der Bericht zur Transfagarasan wird nachgereicht…
Toll, toll, toll ! Nachdem ihr nun die holperige Variante einer alpinen Straße geübt habt, steht – zumindest Dir, lieber Frank – nix mehr in puncto “ Befahren einer alpinen, mindestens genauso langen Schotterstraße der Alpen “ im Wege . Ich meine die Ligurische Grenzkammstraße , liebevoll LGK genannt.
Wir sehen uns , und ich freue mich auf den mündlichen Reisebericht.