Es ist schon beeindruckend, was so ein Fluss und seine “Zulieferer” so anstellen können. Hier in den Cevennen ist es etwas Besonderes. Der Tarn (nebst Gehilfen wie Tarnon, Jonte, Dourbie) hat bei der Entstehung der Hochebenen (Causses) außergewöhnliche Arbeit geleistet. Das Ergebnis ist so beeindruckend, dass das Gebiet der Cevennen mit den Hochebenen 2011 sogar in die Liste des Unesco Weltkulturerbes aufgenommen wurden.
Und nicht zuletzt hat der Tarn die Hauptschuld am wohl größten Verkehrsberuhigungsprojekt der Welt. Aber dazu später…
Kurzes Resümee: die Cevennen sind echt geil! Es gibt allerdings auch einen kleinen Wermutstropfen. Die Straßen sind etwas holprig. Kein Vergleich zum glattgebügelten Asphalt von Vercors, Schwarzwald, Alpen und Co. Aber erstens hat der Straßenbelag ausreichend Gripp, um den Fahrspaß zu gewähren und zweitens: die Hammer Landschaft entschädigt!!! Hinzu kommt die geringe Verkehrsdichte. So wenige Fahrzeuge auf den Straßen habe ich noch nicht erlebt. Also: alles super ![]()
Nur so nebenbei: Drohnenaufnahmen gibt es zunächst keine. Für den kompletten Nationalpark herrscht Drohnenflugverbot. Da halte ich mich natürlich dran ![]()
Heute habe ich mich also auf die Spuren des Tarn begeben.
Gleich am Zeltplatz am Ufer des Tarn geht es los.
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Kurz nach der Quelle ist der Tarn noch recht zahm, gibt aber eine schöne Kulisse für’s Frühstück ![]()
Ein paar Kilometer weiter hat er bereits die nach ihm benannte Schlucht (Gorges du Tarn) ausgegraben, bis zu 500 m tief!
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hier von der Causses de Méjean aufgenommen
aber der Reihe nach mit den Fotos:
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die Kirche neben dem Zeltplatz
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Brücke über den Nebenfluss Tarnon in Florac, im Hintergrund die Abbruchkante der Causses Méjean zu sehen
Weiter geht es hinauf auf die Hochebene mit Blick auf den Tarn:
und auf der anderen Seite wieder runter…
…in das Örtchen Les Vignes
Der Tarn hat auch eine architektonische Seite. Quasi zur Verkehrsberuhigung wurde 2001-2004 das berühmte Viaduc de Millau erbaut, um für die Autobahn das Tal des Tarn bei Millau zu überbrücken. Zitat Wikipedia: “Das Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und bei einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 m das höchste Bauwerk Frankreichs.” Sehr beeindruckend.
Kaum vorstellbar, dass bis 2001 der Autobahnverkehr unterbrochen und durch das Tal des Tarn geleitet werden musste. Auf der anderen Seite ging es dann weiter.
Für das Viadukt habe ich speziell eine Bilderserie in der Reihenfolge meiner Eindrücke gefertigt
Ohne Kommentar:
Und zum Schluss noch ein paar Bilder von der Rückfahrt zum Campingplatz:
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Wieder eine Hochebene, die Causse du Larzac
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Mitten im Nirgendwo: das Dörfchen Cantobre
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da hinten hat der Tarnon seine Schlucht gegraben