Wir mussten kurzfristig umplanen. Unser ursprüngliches Reiseziel, die französischen Alpen, war wegen des Wetters unattraktiv geworden.
Die Emilia-Romagna ist eine der europäischen Regionen, die wir noch nicht unter die Räder genommen hatten. Die Wettervorhersage war perfekt, die Unterkunft schnell gebucht.
Da wir uns mit der Reiseplanung nicht beschäftigen konnten (die Entscheidung für die Emilia-Romagna fiel am Abend der Abreise), waren wir überrascht, dass wir ganz in der Nähe des geschichtsträchtigen Canossa wohnten. Jeder kennt die Aussage “Gang nach Canossa”, aber wie war das noch?
1076 musste König Heinrich IV nach seiner Bannung beim Pabst um die Wiederaufnahme in die christliche Gemeinschaft betteln. Dazu überquerte er die Alpen und wartetet 3 Tage vor der Burg zu Canossa auf Einlass (der Pabst war bei der Burgherrin Mathilde von Canossa zu Gast). Am 3. Tag gewährte Pabst Gregor VII dem Heinrich die Bitte.
Unser Gang nach Canossa war deutlich entspannter.
– Wir haben es im Juni 25 Grad. Heinrich war im Dezember/Januar dort.
– Wir haben gute Motorradklamotten, Heinrich soll nur mit Bußhemd bekleidet gewesen sein.
– Uns waren die Bayern nicht feindlich gesonnen und ließen uns auf kürzestem Weg passieren. Heinrich musste derentwegen einen riesen Umweg übers Burgund nehmen.
– Und nicht zuletzt ist der Anlass unserer Reise ein wesentlich schönerer ![]()
Genug des Palavers. Hier ein paar Eindrücke…
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Im Hintergrund die Burg der Mathilde von Canossa, dort war der Pabst zu Gast und ließ den armen Heinrich 3 Tage in bitterer Kälte warten ![]()
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uns gewährte man am Fuße der Burg sogar Cappuccino und Eis – der Heinrich wäre neidisch gewesen
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viel mehr ist von der einstigen Burganlage nicht mehr zu sehen
Unser wunderschönes Ferienhaus “Casa del Sole” liegt in der Ortschaft mit dem wohl bislang längsten Namen unserer Reise: “La Prediera San Giovanni die Querziola”
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Willkommensgeschenk unserer Gastgeberin Mariangela. Danke schön ![]()
Wir sind angekommen und bereit für das große Abenteuer ![]()
