Der Abschied nach einer solch erlebnisreichen Woche fällt schwer. Als Männer haben wir unsere Gefühle natürlich unter Kontrolle. Korsika allerdings konnte sich die eine oder andere Träne nicht verkneifen. So wurde die Rücktour zur Fähre noch eine recht feuchte Angelegenheit. Etwa die Hälfte der knapp 250 km musste die Regenkombi drüber.

Cappuccino-Pause in Corte. Die mittlerweile innen (schweiß)feuchte Regenkombi hängt umgekrempelt über den freien Stühlen zum Trocknen.

Hier (bei Ponte Nuovo) verloren die Korsen unter Pascal Paoli 1769 die letzte entscheidende Schlacht gegen die Franzosen. Die Fahne auf dem Mittelpfeiler der alten Genueserbrücke soll daran erinnern. Etwas nachdenklich fahren wir weiter…

Nun endlich runter mit den Regenkombis…

Der letzte (und teuerste) Cappuccino – 2 Tassen und 2 Stück echt korsischer “Kuchen” für 19,20 € – egal 😉
Am ersten Tag (Cap Corse) gab es bloß ein Foto vom Genuesischen Wachturm in Nonza:
Für die Besteigung blieb keine Zeit.
Das konnten wir heute nachholen. Auch dieser Turm hat eine Geschichte zu erzählen. 1768 verteidigte ein korsischer Hauptmann den Turm allein gegen die französischen Truppen, indem er (wohl wild hin und her springend und schießend) eine ganze Besatzungsmannschaft vorgaukelte. Er handelte so eine Kapitulation aus. Die Franzosen ließen ihn respektvoll ziehen.
Nun aber zur Turmbesteigung:
Nun blieben noch die letzten 50 km zur Fähre. Traurig, traurig…:
Ich habe das Gefühl, dass mich Korsika nicht das letzte Mal gesehen hat. Zu viel gibt es (gefühlt) noch zu entdecken. Und das ist auch der Hauptunterschied zur südlichen Nachbarinsel Sardinien. Nach meiner subjektiven Wahrnehmung ist Sardinien nur schön, Korsika aber dazu noch interessant. Und außerdem noch schöner 😉 Pardon Sardinien (siehe Kurzreisebericht Sardinien 2013)
Es war wieder mal eine geile Tour!






















