Heute stand ein erster Abstecher nach Spanien auf dem Programm. Ein Kloster, zwei Schluchten (in Spanien Foz genannt) und viel Hitze.
Erstaunlich wie sich Vegetation und Klima schlagartig ändern, überquert man den Pyrenäenpass von Frankreich nach Spanien – und natürlich auch umgekehrt
Auf dem Rückweg, so gegen 20 Uhr, haben wir das eindrucksvoll präsentiert bekommen. Innerhalb von 10 Minuten änderte sich die Temperatur von knapp über 30 auf um die 20 Grad, nachdem wir den grenzbildenden Kamm der Pyrenäen von Spanien nach Frankreich überquerten. Die Farbe der Vegetation ändert sich mit der Temperatur schlagartig von grau auf grün.
Hier mal ein Loblied auf das Schengener Abkommen! Es ist mittlerweile so selbstverständlich, die Ländergrenzen in Europa ohne Schlagbäume zu überqueren. Nicht nur als Motorradreisender und in Anbetracht mancher aktueller Diskussionen denke ich: hoffentlich bleibt das so!!!
Aber zurück zum Erlebten mit Fotos bebildert:
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30 km vom Campingplatz entfernt begrüßt uns Spanien
Unser erstes Tagesziel: das Kloster San Juan de la Peña ein paar Kilometer süd-westlich der Stadt Jaca. Hier soll mal der heilige Gral vor den maurischen Invasoren versteckt worden sein. Aber auch ohne diese Legende ist das unter einem riesigen Felsvorsprung errichtete Bauwerk einen Besuch wert – wenn man schon mal in der Gegend ist ![]()
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da hinten links neben Kai ist er zu erahnen…
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…und tatsächlich steht er noch da ![]()
Etwas weiter oben wurde nach einem der vielen Brände ein neues Kloster errichtet, welches auch betrieben wird:
Nun aber zu den Schluchten (noch ein paar Kilometer weiter westlich…)
Zunächst die als eines DER Highlights der südlichen Pyrenäen beschrieben Foz Arbayun. Wir erwarteten wegen dieser Vorankündigung Menschenmengen und Reisebusse am Aussichtspunkt. Aber wir waren allein. Liegt es an der Vorsaison oder der Übertreibung einiger Reisebeschreiber: egal, uns war es recht.
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Kommt natürlich bei weitem nicht an Tara-, Tarn- oder Verdon-Schlucht ran, schön ist sie aber schon. Vor allem die mit Flügelspannweiten von bis 2,70 m über uns schwebenden Bartgeier beeindruckten sehr.
Und nun kommt DAS Highlight unserer bisherigen Reisen. Wir haben in Vorbereitung des Bevorstehenden tatsächlich “normale” Kleidung eingepackt und nun wirklich eine Wanderung durchgezogen. Respekt vor uns ![]()
Etwas südlich liegt eine zweite Schlucht. Eine ehemalige Eisenbahnlinie wurde als Wanderweg ausgebaut. So kann die Foz de Lumbier zu Fuß von unten bestaunt werden.
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Die beiden Tunnel spendeten erfrischende Kühle
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“Draußen” gab es knapp unter 40 Grad im Schatten
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auch hier – wie in nahezu allen Schluchten – boten uns die Geier eine imponierende Vorstellung
Am Ende der Schlucht kann man noch auf einem abenteuerlichen Weg zu einer eingestürzten Brücke gelangen. Das wollten wir auch versuchen.
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der aasfressende Bartgeier – rechts im Bild – frohlockt schon…
Die 170 km zurück schlauchten ob der Hitze schon ein wenig. Aber wir haben’s geschafft. Und das Bier hat gezischt!!! Prost! ![]()